Kaprije – ein verstecktes Fleckchen Paradies

Kaprije – ein verstecktes Fleckchen Paradies

Kaprije ist eine zentral im Archipel von Šibenik gelegene Insel. Für Nautiker, die in diesem Revier unterwegs sind, ist der Besuch dieser Insel ein Muss. Oft ist sie auch ein idealer „Zwischenstopp“ auf der Fahrt zwischen Split und den Kornati-Inseln. Namensgebend war die Mittelmeerpflanze Kapara (Kaper), deren Früchte genießbar sind, während die Knospen als Tellerdekoration verwendet werden.

 

So dekoriert die Insel Kaprije als zurückhaltende Knospe der Adria auch Ihren Törn, besonders dann, wenn Sie nach immer schwerer zu findenden Ruhe und Stille suchen, die diese Insel ihren Besuchern wie auf dem Präsentierteller reicht. Denn diese kleine Insel ist autofrei, und ein gewisser Trubel ist nur in den Sommermonaten zu verspüren, und das in Kaprije, dem einzigen bewohnten Ort der Insel.

 

Die Inselperle von Šibenik ist kreuz und quer von Pfaden durchzogen, die von den örtlichen Bewohnern angelegt wurden, damit sie zu ihren Gütern gelangen konnten, denn schließlich ist Kaprije in erster Linie eine Insel der Landarbeiter, wobei der Fischfang immer dazugehört (wenn das Wetter mitspielt, ist Fisch immer zu finden). Die ersten Einwohner besiedelten diese zerklüftete Insel erst im 15. Jahrhundert; eine größere Welle setzte im darauffolgenden Jahrhundert ein. In jenen Zeiten fanden die Einwohner Šibeniks in dieser rettenden Oase Zuflucht vor dem Ansturm der Türken.

Ivo Pervan

Seither hat sich bis zum heutigen Tag nicht allzu viel geändert: auf Kaprije gibt es nur einen bewohnten Ort und einige überwiegend nur im Sommer bewohnte Buchten.

Ein Nautikerparadies, in dem Sie sich wie zuhause fühlen werden

Der beste Zufluchtsort der Insel ist der Hafen Kaprije an der Südwestseite der Insel. Diese tief eingezogene Bucht, auch als St. Petrus-Hafen bezeichnet, bietet hervorragenden Schutz vor allen Winden, außer vor dem Nordwestwind Maestral und dem Nordwind Tramontana sowie bei sommerlichen Unwettern, bei denen er als Anlegestelle nicht ideal ist. Nautiker können sich einen Liegeplatz am Hauptkai suchen, der etwa zwanzig Booten Platz bietet, und die gleiche Zahl an Booten kann an Ankerbojen festmachen, die am Ende der gerne besuchten Bucht befestigt sind. 

 

In Kaprije finden Nautiker alles, was sie brauchen: eine Ambulanz, eine Postfiliale, einen Geldautomaten, bescheiden sortierter Geschäfte und mehrere Restaurants. Die lokalen Konobas glänzen durch eine Gastfreundlichkeit, die dem ganzen Raum um Šibenik eigen ist. Als kulinarische Spezialitäten der Insel sind verschiedenfarbige Fischrisottos und Qualitätsfisch besonders erwähnenswert.

 

Der schönste Teil des Ortes liegt auf einem Hügel, wo alte Häuser stehen, die zum größten Teil renoviert und voller Leben sind. Dort steht auch die Hauptkirche der Insel, die den gleichen Namen wie der Schutzherr der Insel trägt: St. Petrus. Wanderlustige könnten an dem 45-minütigen Aufstieg Gefallen finden, der zum höchsten Punkt der Insel führt, der den Inselbewohnern als Gigina Glavica bekannt ist. Der Blick aus 129 Metern Höhe auf Kaprije, auf die verschiedenartigen umliegenden Inseln des Archipels und auf die imposanten Hänge der Dinara bietet mehrfache Belohnung. An heißen Tagen können Sie sich nach Sonnenuntergang für einen kurzen Spaziergang bis zu der Ostküste der Insel oder zu einer der umliegenden Buchten entschließen.

 

Nautiker, die es gerne abgeschieden mögen und eine Verbindung mit den Vibrationen der Stille von Kaprije suchen, müssen entscheiden, in welchem Winkel der Insel sie vor Anker gehen werden. Im Nordwestteil der Insel liegt die Bucht Remetić, ihr gegenüber die Bucht Medoš, während die Südküste mit den Buchten Mala und Velika Nozdra aufwartet. In allen diesen unbewohnten Buchten sind Ankerbojen angebracht, und in den zwei attraktivsten Buchten – Medoš und Mala Nozdra – finden sich auch Restaurants, die von Nautikern gerne besucht werden und die nur vom Meer aus zu erreichen sind.

 

Da all die erwähnten Buchten nicht vor Südwinden geschützt sind, ist es am sichersten, bei Jugo-Wind in der Vanjska-Bucht Zuflucht zu suchen, wo es auch Ankermöglichkeiten gibt.

Ivo Pervan

Also: suchen Sie sich Ihr Fleckchen Paradies auf Kaprije aus - je nach Wetterbedingungen und Laune der Crewmitglieder.