Starigradsko polje

Starigradsko polje

Seit Juli 2008 gehört Starigradsko polje ebenfalls zum UNSECO-Weltkulturerbe. In der Begründung dieser Weltorganisation wird betont, dass die dortigen Weinberge und Olivenhaine seit der ersten Kolonisation der Griechen in der Antike „praktisch unverändert sind“ und ein einmaliges Zeugnis über das geometrische System der Landaufteilung sind, wie sie in der Antike vorgenommen wurde. 

Im Sommer des Jahres 385 vor Christus brachen aus der Stadt Paros auf der gleichnamigen Insel im Ägäischen Meer eine Gruppe von einhundert Familien in Richtung des Ionischen Kanals auf, wie die Griechen die Adria nannten, um dort eine Kolonie zu gründen. Ihr Ziel war die Insel Hvar, damals Fiteja genannt, und angeführt wurde die Gruppe von Okist, deren Aufgabe unter anderem darin bestand, in der neuen Siedlung eine ordnungsgemäße Aufteilung des Landes unter den Einwanderern vorzunehmen. Inmitten des Feldes, an der Stelle, von der aus man einen Ausblick auf fast die ganze Ebene hat, wurde der Ausgangspunkt markiert – der Omphalos. Mithilfe einer Groma, einem Messinstrument, wurde das Feld vermessen und in Parzellen von 1 bis 5 Stadien eingeteilt, was einer Fläche von ca. 180x900 Meter entspricht. Die Namen der Parzelleneigentümer wurden in Steine gemetzt, die dann als Grenzen zueinander aufgestellt wurden. Aber so eine Aufteilung gefiel den Insel- und Küstenbewohnern, den Illyren, nicht, die im Jahre 384 v. Chr. den Ort angriffen. Dennoch siegten die Griechen über die Illyren, was ihnen ermöglichte, dass sie über das ganze Feld Starigradsko polje, über diese größte fruchtbare Ebene der Adria-Inseln verfügen. Kurz darauf begannen die Einwanderer, auf dem Feld auf ihren Anwesen Wohn- und Nebengebäude zu errichten. Die luxuriösen stammen aus Römischer Zeit, und bis jetzt wurden Überbleibsel von ca. sechzig entdeckt. 

Starigradsko polje stellt heute das besterhaltene antike bzw. griechische Kataster im Mittelmeerraum dar.