Miesmuscheln auf Buzara-Art

Miesmuscheln auf Buzara-Art

Miesmuscheln sind die in Kroatien meistverbreitete Schalentierart, auch bekannt als Mušule, Mušlje oder Pedoči. Sie werden in südkroatischen Haushalten oft zubereitet, weil sie gut schmecken und zu den erschwinglichsten Meeresfrüchten gehören. Obwohl sie das ganze Jahr über verfügbar sind, sammelt man sie am besten in den Sommermonaten, da sie dann am fleischigsten sind. Wie die meisten Lebensmittel sollte man sie verzehren, solange sie frisch sind. Man kann ihre Frische bereits auf dem Fischmarkt prüfen. Denn offene Muscheln sind nicht mehr frisch – dann raten wir vom Kauf ab. Wenn es nur wenige solcher Muscheln gibt, prüfen Sie durch Anklopfen der Schale, ob sie noch leben. Wenn sie frisch sind, schließen sich die Miesmuscheln sofort. Im Falle von zubereiteten und gekochten Miesmuscheln gilt die umgekehrte Regel: Miesmuscheln, die sich beim Kochen nicht geöffnet haben, sollte man nicht essen.

 

Zu den beliebtesten Miesmuschelgerichten gehört die Buzara, ein Löffelgericht, das eine perfekte Kombination aus einfachen und hausgemachten Zutaten darstellt. Vor der Zubereitung ist es wichtig, dass man die Miesmuscheln gut reinigt, d.h. angesammelten Seetang und anderen Belag mit einem kleinen Küchenmesser oder einer Bürste von der Muscheloberfläche beseitigt, und dann den „Muschelbart“, die Haftfäden an der Verbindung der zwei Muschelhälften, entfernt und dann in kaltem Wasser ausspült. Die Soße, die Buzara, kann in weißer oder roter Variante zubereitet werden. Für eine weiße Buzara benötigt man außer den Miesmuscheln noch Olivenöl, Knoblauch, Petersilie, Weißwein und ein wenig Semmelbrösel. In die rote Buzara kommen noch Zwiebeln und Tomaten hinzu, die für die rote Farbe sorgen.  

 

Die Zubereitung der Buzara beginnt mit der Erwärmung des Olivenöls auf stärkerem Feuer und mit dem Schmoren des Knoblauchs. Wenn der Knoblauch zu duften beginnt, gibt man zerkleinerte Petersilienblätter und die Miesmuscheln hinzu, denen bald darauf die Säfte auslaufen. Falls nicht genügend Flüssigkeit vorhanden ist, gibt man Gemüsesud dazu und lässt sie unter nur zeitweiligem Rühren weiter köcheln. Die Miesmuscheln öffnen sich nach und nach. Wenn sich der Großteil geöffnet hat, gibt man den Weißwein für den Geschmack hinzu. Die Miesmuscheln werden noch ein wenig gekocht, damit der Alkohol aus der Sauce verdampft. Man kann die Sauce auch mit ein wenig Semmelbrösel verdicken und für einen schärferen Geschmack nach Belieben pfeffern.

 

Die rote Buzara wird auf gleiche Art und Weise zubereitet; der Unterschied liegt nur in den feingehackten Zwiebeln, die kurz auf Olivenöl vor dem Knoblauch angebraten werden, und in den Pelati-Tomaten, die zusammen mit den Miesmuscheln in den Topf gegeben und gekocht werden. Vor dem Servieren müssen die Muscheln, die sich nicht geöffnet haben, entfernt werden, auf die übrigen tröpfelt man ein wenig Zitronensaft. Die Buzara wird meistens als verlockende Speise mit Brot, Palenta oder Salzkartoffeln gegessen; mit Nudeln serviert verwandelt sie sich in eine leckere Hauptspeise.