Lernen Sie Mila kennen, die kroatische Heldin, die auch heute noch über Omiš wacht

Lernen Sie Mila kennen, die kroatische Heldin, die auch heute noch über Omiš wacht

Omiš und Cetina. Zwei Dinge, die jahrhundertelang miteinander verbunden sind, wie der Bora-Wind und Trockenschinken oder feiner Sand und Meer am Strand Zlatni Rat. Bereits an der Quelle am Fuß des Dinarischen Gebirges ist das Ziel des Flusses klar - die Adria.

Der mächtige Fluss Cetina ist zu allem bereit, um sich mit dem Meer zu vereinen.

Er durchdringt den kargen dalmatinischen Karst, das Mosor-Gebirge ging ihm ebenfalls aus dem Weg, und dann meißelte er geduldig den Stein wie ein geschickter Steinmetz, um eine der schönsten Schluchten der Welt zu schaffen und sich dann in Omiš sorglos den Wellen der Adria hinzugeben.

Ivo Biočina

Gerade in diesem grauen Ödland, etwa zehn Kilometer von Omiš entfernt, nahe der Ortschaft Gata, befindet sich ein spektakulärer Aussichtspunkt, von dem aus man überprüfen kann, wie die Piratenstadt aus der Perspektive des Steinadlers, des majestätischen Greifvogels, der am Dinarischen Gebirge seinen Lebensraum hat, aussieht.

Außer der atemberaubenden Sicht gibt es hier auch noch eine Statue der Mila Gojsalić – das Werk des großen kroatischen Künstlers Ivan Meštrović. Auch der Schriftsteller August Šenoa hatte sich Mila zum Thema genommen, und ihr Leben diente auch dem Komponisten Jakov Gotovac als Inspiration zu einer Oper.

 

Die Legende von Mila Gojsalić besteht im Raum von Omiš schon seit Jahrhunderten; sie fußt auf Ereignissen aus dem Jahr 1530, als sich das türkische Heer zur Eroberung der Republik Poljica aufmachte. Ahmed-Pascha bereitete sich mit mehreren Tausend Soldaten vor, den Einwohnern von Poljica den Todesstoß zu versetzen, als ein junges Mädchen im Lager der osmanischen Truppen auftauchte.

Die Heldin, die das mächtige Heer des Paschas stoppte

Mila Gojsalić täuschte Verliebtheit vor und betrat das Zelt des Ahmed-Pascha. Der Volksüberlieferung nach soll sie so schön gewesen sein, dass der türkische Heerführer sofort das Kriegsführen vergaß. In dieser Nacht verlor Mila ihre Unschuld und Ehre, doch sie hatte beschlossen, das Wertvollste, was sie hatte, für ihr Volk zu opfern: ihr Leben.

 

Als der Pascha eingeschlafen war, ergriff sie eine Fackel und jagte die Schwarzpulverkammer des Heerlagers in die Luft. In der gewaltigen Explosion verlor die Heldin zusammen mit dem Pascha und vielen türkischen Soldaten ihr Leben.

 

Einer anderen Version zufolge flüchtete Mila aus dem Heerlager und sprang von den Steilfelsen über der Cetina in den Tod.

Denis Peroš

Wie dem auch sei, die durch ihre Heldentat ermutigten Verteidiger besiegten den verbliebenen Teil des feindlichen Heeres. Milas Statue wacht auch heute noch über die Cetina und Omiš. Sie wird von Regen und Wind gepeitscht, doch sie wacht auch weiterhin über ihr Volk.