Der Lärm von Grobnik, der sogar die Eroberer erschreckt hat

Der Lärm von Grobnik, der sogar die Eroberer erschreckt hat

Unter dem Lärm, dem Jubel und der enormen Energie des Karnevals von Rijeka sticht eine maskierte Gruppe besonders hervor. Die Männer tragen auf ihren Köpfen zehn oder mehr Kilo schwere, einzigartige Masken mit Hörnern, Schafsfell um die Schultern, zehn oder mehr Liter Glocken am Gurt geschnallt, eine Axt in der einen Hand und ein Aschebeutel in der anderen. Gleichzeitig bebt der ganze Korzo von Rijeka wegen dem ohrenbetäubenden Rauschen und Rhythmus. Diese Tradition, die für die Region Kastav und die Umgebung von Rijeka typisch ist, ist der berühmteste Vertreter der viehzüchterischen fastnächtlichen Magie in Kroatien.

Ivo Pervan

Früher trugen Zvončari /Glockenträger/ ihre Arbeitskleidung, als sie Schafe zur Weide brachten und mit ihren Glocken böse Zauberfluche von ihren Tieren vertrieben. Die berühmteste Legende über sie stammt aus der Zeit, als die türkischen Eroberer sich nach Grobničko polje begaben.

Heute eine Karnevalsattraktion, einst Stauen und Zittern für die Türken

Die wenigen Hirten hatten in der offenen Schlacht keine Chance, sich der mächtigen Armee zu widersetzen, und griffen auf List zurück. Sie setzten schreckliche Masken mit Hörnern auf ihre Köpfe auf, zogen Schafsfelle an, hingen Glocken an den Gurt und nahmen Äxte in die Hände. Um den Eindruck zu erwecken, dass sie in einer Vielzahl da sind, maskierten sie auf die gleiche Weise die Maispflanzen, und den Fein bereit willkommen zu heißen.

 

Als die selbstbewussten Türken nach Grobničko polje kamen, wurden sie von den Männern mit schrecklichen Masken auf dem Kopf und einem Lärm, von dem die Erde bebte, empfangen. Die Soldaten flohen vor Schreck, weil sie dachten, auf der anderen Seite des Schlachtfeldes befinde sich eine große Armada.

IvoP ervan

Heute treten die Zvončari von dem Tag des Antonius des Großen, wenn die Fastnachtsspiele beginnen, bis zum Aschermittwoch auf. In dieser Zeit ziehen die Zvončari durch Kastav und vertreiben mit Musik und Glocken den Winter.

Im Jahr 2009 wurde diese Tradition in das immaterielle Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommenen, und ihr Motto 'Krepat, ma ne molat' /Sterben, aber nicht aufgeben/ wurde zu einem Merkmal der ganzen Kvarner-Region.