Den Frieden in Rijeka wahrt der Drache von Trsat

Den Frieden in Rijeka wahrt der Drache von Trsat

Wenn Sie den Stadtteil von Rijeka mit der schönsten Aussicht auf die Stadt suchen, dann ist dies definitiv Trsat. Das kleine, friedliche Universum auf einem Hügel oberhalb der Schönheit von Kvarner bietet perfekte Bilder der Stadt im Tal, des Meeres, das sich in die Unendlichkeit erstreckt, und der Inseln, die in der Sonne liegen. Ein Spaziergang durch die bezaubernden Straßen führt Sie bald zum Kastell von Trsat, einer der ältesten Festungen an der kroatischen Küste, die seit der Römerzeit über Rijeka wacht. Im Schatten des Turms wird Ihnen ein Gebäude ins Auge fallen, das einem römischen Tempel mit der Inschrift „Mir junaka“ /Frieden der Helden/ ähnelt. Es handelt sich ist ein Mausoleum der Familie Nugent, die vor einigen hundert Jahren im Besitz des Kastells war, dessen Eingang von zwei Kreaturen mit ausgebreiteten Flügeln bewacht wird.

Ivo Biočina

Dies sind mythische Basilisken mit dem Kopf eines Hahns, dem Körper eines Drachen und dem Schwanz einer Schlange, die in den Volkerzählungen in Rijeka allgemein als die Drachen von Trsat bekannt sind. In vielen Legenden werden Drachen und Basilisken als böse Bestien dargestellt, die Angst und Zittern unter Menschen verbreiten, aber die Geschichte über den Drachen von Trsat geht ganz anders.

Die Geschichte über den gutmütigen Drachen, der sich an die Menschen gebunden hat

Vor Jahren lebte ein Drache in einer Höhle oberhalb von Trsat, der gut zu den Menschen war und böse zu denjenigen, die seiner Stadt Schaden zufügen wollten. Jeden Tag hatte dieses riesige Wesen das gleiche Ritual. Es kam aus der Höhle heraus, betrachtete die Stadt, die gerade aus dem Schlaf erwachte, und streckte seine Flügel zufrieden aus. Dann starrte er auf die angespannte Meeresoberfläche, wo sich sein größter Rivale versteckte - ein riesiger Kranken, der sich in den geheimen Tiefen der Bucht von Kvarner versteckte.

 

Eines Morgens sah der Drache auf dem Toten Kanal ein kleines Mädchen, das saß und auf dem Papier Boote zeichnete. Der Wächter von Trsat beobachtete aufmerksam die Wasseroberfläche, um den Kraken zu sehen. Seine Sorge um das Mädchen wurde durch die Ankunft des Bürgermeisters, des Vaters des Mädchens, unterbrochen.

 

Das Mädchen war traurig, weil es das Bild nicht zu Ende gemalt hat, aber die sanfte Stimme ihres Vaters versprach ihr, das Bild am nächsten Tag beenden zu können. Doch, der Kraken hat dieses Gespräch gehört und erfahren, dass das kleine Mädchen wieder am Ufer alleine sein wird. Am nächsten Morgen saß die Tochter des Bürgermeisters sorgenfrei am Ufer, nahm ein Stück Papier heraus und begann, das Bild fertig zu malen. Der listige Krake näherte sich ihr und packte das Mädchen schnell an den Beinen. Doch der Drache war auch bereit. Sofort ist er am Ufer erschienen und fing an, das kleine Mädchen zu retten.

Der Kraken hat krampfhaft versucht, ihn an den Flügeln zu fangen, ließ aber dabei das Mädchen an Land fallen. Erst dann begann der Kampf zweier Monster um Leben und Tod. Der Drache speite das Feuer auf den riesigen Kraken, der seine riesigen Arme ziehen musste. Dann umklammerte er den Kraken mit seinen scharfen Krallen und wirbelte ihn bis in die Stadt Grobnik weg, wo er auf einem Fischmarkt gelandet ist.

Am nächsten Tag ging das Mädchen in die Höhle, um dem Drachen als Dank seine Zeichnung zu schenken, doch der Drache war nicht dort. Der Retter von Trsat flog davon, als er bemerkt hat, dass er sich zu viel an die Menschen gebunden hat. Aber der Vater des Mädchens ist auf die Idee gekommen, die Erinnerung an das tapfere Wesen zu bewahren, das seine Tochter gerettet hat. Auf Trsat hat er zwei Bronzestatuen aufgestellt, die heute noch den Frieden in Rijeka bewahren.