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Nationalpark Mljet – Auf den Spuren des Heiligen Paulus, Odysseus und Cousteau
Eine der größten süddalmatinischen Inseln, nämlich Mljet, ist auf den ersten Blick eine ungegliederte Insel, sie liegt ganz in der Nähe von Pelješac, Dubrovnik und Korčula. Sie zeichnet sich durch das Mittelmeerklima, trockene Sommer und milde, feuchte Winter mit fast 2500 Sonnenstunden pro Jahr aus.

Der Nationalpark Mljet erstreckt sich auf dem nordwestlichen Drittel der Insel und inzwischen auf 5375 Hektar geschütztem Festland einschließlich umliegenden Meers. Dieses Gebiet wurde im November 1960 zum Nationalpark ernannt, der Meeresteil wurde 1997 zugeteilt und stellt den ersten institutionalisierten Versuch des Schutzes eines ursprünglichen Ökosystems an der ganzen Adria dar.

Den Status eines Nationalparks erhielt dieses Gebiet aufgrund seines besonderen kulturhistorischen Erbes, das bis in die Zeit der illyrischen Stämme, des römischen Reichs und der Republik Dubrovnik reicht, allerdings sind dafür mehr seine «salzig-süßen» Gewässer verantwortlich sowie die üppige Pflanzenwelt und das einzigartige Panoramaaussehen der gegliederten Küsten, Klippen, Felsen und zahlreichen kleinen Inseln sowie der immergrünen Pflanzen der umgebenen Berge, die sich steil über der Meeresoberfläche erheben, die viele Karstfelder und uralte Siedlungen in Stein abschirmen.

Die äußere Küste in Richtung offener südlicher See ist steil und voller eingestürzter Höhlen, während der zum Festland gewendete Teil auch dem Bora-Wind ausgesetzt und deutlich zugänglicher ist. Auf diesem Teil finden sich obendrein zahlreiche endemische dalmatinische Pflanzen, an der Spitze die außerserienmäßige Schönheit – die gesetzlich geschützte Ragusa-Flockenblume.

In einer milden mediterranen Karstlandschaft, gekreuzt von einem dichten Netz malerischer Spazierwege, «verstecken» sich außerdem zwei außerordentlich interessante naturgeschichtliche Besonderheiten. Eine davon sind die typisch karstigen unterirdischen Lebensräume – Halbhöhlen, Höhlen und Grotten, während die andere die speziellen Mljeter «Salzquellen» oder «Schlammquellen» sind, seltene Erscheinungen brackiger Seen auf unseren Inseln, deren Boden auf der selben Höhe des Meeres liegt und in denen das Wasser versickert, beziehungsweise mit dem Meer kommuniziert.

Faszinierend ist auch das System der Salzseen, einzigartige geologische und ozeanografische Phänomene in Felsen, nicht nur bei uns, sondern weltweit bedeutende Erscheinungen. Der Große See (Veliko jezero) hat eine Fläche von 145 Hektar und ist 46 Meter tief, der Kleine See (Malo jezero) hat eine Fläche von 24 Hektar und eine Tiefe von bis zu 29 Metern, mit ihrer Schönheit und vor allem den zahlreichen unentdeckten Geheimnissen ziehen sie bereits seit Jahrzehnten Naturhistoriker an, aber auch andere Neugierige, insbesondere Touristen, welche die unberührte Natur bevorzugen.

Von der offenen Seeseite aus zieht das Meer nämlich durch einen kaum sichtbaren Engpass in den Körper der Insel ein und bildet zuerst den Großen und dann über einen noch engeren Kanal den Kleinen See. Auch wenn hier Meereswasser erzeugt wird, werden die Seen in landschaftlichem Sinne als Seen erlebt, weshalb sie die Einwohner auch so benannten.

Inmitten des Großen Sees befindet sich ein weiterer naturgeschichtlicher, kulturhistorischer und touristischer Leckerbissen – die malerische kleine Insel Sveta Marija mit ihrer ehemaligen Kirche und einem Benediktinerkloster aus dem 12. Jahrhundert. Aufgrund des ausgesprochen ästhetischen Ambientes und den kräftigen geistlich-kulturellen Dimensionen ist sie ein eigenartiges Symbol der Insel und des Nationalparks Mljet, unter dem Volk ist sie unter der Bezeichnung Melita bekannt, genannt nach dem gleichnamigen Hotel und Restaurant, das bis vor Kurzem noch in der alten Klosterausgabe untergebracht war.

Aber auch außerhalb der Grenzen des Nationalparks gibt es interessante Attraktionen – im zentralen südlichen Teil der Mljeter Küste befindet sich ein geomorphologisches Phänomen, eine Grotte – Karsthöhle, deren Decke abgebrochen ist und tatsächlich wie eine Grotte oder ein breiter Brunnen aussieht. Auf ihrem Boden befindet sich das Meer, da die Grotte durch einen natürlichen Tunnel mit der offenen See verbunden ist. Am Rande des Tunnels sind mehrere Fischerboote „geparkt“, dessen Inhaber Einwohner der nahe gelegenen Ortschaft Babina polja sind, der größten Siedlung von Mljet. Aufgrund der niedrigen Wölbungen kann man nur bei ruhigem Wetter das Meer erreichen, dasselbe gilt für die touristische Besichtigung der Grotte von der Seeseite aus. Für viele interessant ist die Geschichte, dass Odysseus nach einem Schiffbruch gerade hier, auf den Felsen der Insel Ogygia, sieben Jahr mit Trauer und Nostalgie nach der Heimat und nach Penelope in die ferne See schaute, und die wunderschöne Nymphe Kalypso, Tochter des Gottes Poseidon, ihn noch trauriger und verliebt anschaute.

Die Insel Mljet zeichnet sich auch durch ihre schön entwickelte, reichhaltige urwüchsige, autochthone Walddecke aus, die bis kürzlich große Küstenflächen des Mediterran bedeckte und heutzutage selten in ihrer ursprünglichen Form aufzufinden ist. Die üppige Inselvegetation, hauptsächlich jenes Drittel, das zum Nationalpark ernannt wurde, brachte Mljet bereits in der Antike das Attribut «grüne Insel». Dass hier heute noch fünf verschiedene Waldarten wachsen, hat man höchstwahrscheinlich den Benediktinermönchen am meisten zu verdanken, die Jahrhunderte lang als feudale Herrscher von Mljet sehr Sorge um die Insel trugen und sogar bis Ende des 18. Jahrhunderts jegliche Art der Besiedlung auf der Westseite der Insel verboten, genau die Seite, die heute größtenteils Nationalpark ist.

Reste eines mediterranen Urwaldes, ursprüngliche Steineichenwälder, findet man heute jedoch auch nur noch stellenweise, am besten bewahrt sind sie als flache Wälder mit Baumstümpfen im Gebiet Velika dolina (zu Dt. Großes Tal). Auf anderen Gebieten ist dieser Wald teilweise durch Macchia, wilde Olivenbäume, Johannisbrotbäume, Pinien, Felsen und geräumige wuchernde Kiefernwälder ausgetauscht worden, die mit der Zeit das Primat über den Pflanzenarten mit Sensibilität übernommen haben. Biologisch gesehen sind neben den Wäldern auch andere Lebensräume sehr bedeutend: die Sanddünen an den Küsten, die steilen und hohen Küstenfelsen sowie jene im Inneren der Insel sowie die Pflanzen der Küstenriffe.

Das Gewässer von Mljet ist heute noch als lebendiges ozeanografisches Gebiet bekannt, früher waren sie das Domizil der Mittelmeer-Mönchsrobbe. Der berühmte französische Ozeanograf Jacques Cousteau sagte vor etwa vierzig Jahren nach Tauchgängen in der Unterwasserwelt um die Insel herum aus, dass das dortige Wasser eines der reinsten der Welt ist.

Ein Besuch im Nationalpark «Mljet» ist mit einer Schiffslinie von Dubrovnik aus möglich sowie mit zahlreichen Touristenschiffen von Korčula, Hvar und Split aus, die meist im Hafen Pomena vor Anker gehen. Die Siedlungen Polače und Pomena verbinden durch Seen verschiedene Spazierwege. Einen angenehmen Aufenthalt bereitet das Baden, Sonnen sowie Spaziergänge um die Seen herum bis zu den Spitzen Montokuc, an schönen Tagen bietet sich eine wunderschöne Aussicht auf den gesamten Nationalpark, sogar auf Pelješac und die offene See bis nach Korčula.

Tourismusverband der Region Dubrovnik-Neretva
www.visitdubrovnik.hr

Gemeinde Mljet
www.mljet.hr

Nationalpark Mljet
www.np-mljet.hr
 
 

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