Die Unruhen und die politischen Umstürze in Nordafrika haben dazu beigetragen, dass die deutschen Touristen ihre Reisepläne ändern, so dass die Türkei, Spanien Italien, Zypern und insbesondere Bulgarien und Kroatien sich als Alternative zu Ägypten und Tunesien anbieten, zeigt die Studie „GfK Travel Insights“ der Agentur GfK. Die Studie bezieht sich auf Daten über Buchungen in 1.200 Reisebüros in Deutschland. Die GfK betont, dass die Unruhen in Nordafrika bei den meisten deutschen Touristen dazu geführt haben, dass sie ihren für die Zeit vor dem Sommer geplanten Urlaub in Ägypten und Tunesien storniert haben, während die Nachfrage nach Sommerreisen in diese Länder auch eingebrochen ist. Nach Spanien und der Türkei ist Ägypten das drittpopulärste Ziel für deutsche Pauschalreisende. Fast ein Drittel der jährlichen Buchungen für Pauschalreisen nach Ägypten werden in Deutschland im Januar abgewickelt, steht im Bericht der GfK.
Wie die Studie zeigt, nutzen die Deutschen im Moment zum großen Teil die Möglichkeit der kostenlosen Umbuchung und wählen ein alternatives Reiseziel aus dem Angebot der Reisebüros für ihren Urlaub. Besonders großen Nutzen aus dieser Option ziehen die Türkei und Spanien, mit einem Zuwachs an Buchungen zwischen 35 und 45 Prozent in den ersten Wochen des Jahres. Die anderen alternativen Reiseziele sind Italien und Zypern, und insbesondere Bulgarien und Kroatien, fügt der Bericht der GfK hinzu.
Die deutschen Touristen sind für den kroatischen Tourismus sehr wichtig, da sie nach der Zahl der Ankünfte und Übernachtungen den ersten Platz unter den ausländischen Touristen in Kroatien belegen. Nach den Daten des Staatlichen Amts für Statistik, gab es letztes Jahr über 1,5 Millionen Touristen aus Deutschland mit 11,5 Millionen Übernachtungen in Kroatien, was einen Anteil von 22,5 Prozent in der Gesamtzahl der Übernachtungen von ausländischen Touristen in Kroatien 2010 ausgemacht hat.
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