Zeitlose mediterrane Schönheit
Suchen
Homepage Representantenbüro Österreich Press Newsletter 2011 Gorjani – Jährliche Frühlingsprozession der Königin oder Ljelja  
 

Gorjani – Jährliche Frühlingsprozession der Königin oder Ljelja

Gorjani – Jährliche Frühlingsprozession der Königin oder Ljelja
Kroatien ist das Land mit den meisten geschützten Kulturgütern in Europa, während ein längeres Verzeichnis weltweit nur China, Japan und Korea haben. In die UNESCO Liste des immateriellen Weltkulturerbes wurde auch die alljährige Frühlingsprozession der Königin oder Ljelja aus Gorjane, einem ostslawonischen Dorf in der Nähe von Đakovo aufgenommen.

Der Brauch der Ljelja, der in Gorjane zur Zeit des katholischen Pfingstfeiertags stattfindet, rührt seit Beginn des vorigen Jahrhunderts her. Die ersten schriftlichen Belege über diesen Brauch datieren nämlich aus dem Jahr 1898. Mädchen und junge Frauen aus dem Dorf, in farbenfrohe Volkstrachten gekleidet, mit reich verzierten hohen Kopfbedeckungen und Säbeln in der Hand, versammeln sich zur Heiligen Messe und tanzen danach auf dem Kirchenplatz den volkstümlichen Reigen, genannt „Kolo“, mit musikalischer Begleitung der Tamburizzaspieler. Danach beginnen sie aus dem Kirchenhof hinausgehend ihren Umzug durch das Dorf und besuchen die Häuser aller Familien, die ihren Besuch gewünscht haben. Die Ljeljas verbreiten gute Stimmung, Lachen und Gesang im ganzen Dorf aus. Meistens werden sie von einem Dudelsackspieler und zwei jungen Burschen, die die traditionelle Rolle der Bettler spielen, begleitet.

Der Brauch entwickelte sich aus einer Legende, die noch aus der Zeit der Türkenkriege stammt. Die Türken drangen nach Gorjane vor und führten alle Männer aus dem Dorf in die Gefangenschaft ab. Ihre Frauen zogen darauf bunte Kleider an, setzten reich geschmückte und mit künstlichen Blumen verzierte Männerhüte auf die Köpfe, nahmen Sicheln und Sensen in die Hände und begaben sich vor die Tore des türkischen Militärlagers. Den Türken erschien es als hätten sich Geister zu ihnen gesellt, sie erschraken aufs Heftigste und flüchteten. Und so haben, wie es die Legende besagt, die Frauen aus Gorjane ihre Männer, Väter und Brüder aus türkischer Gefangenschaft befreit. Seit dieser Zeit kleiden sich die Frauen aus Gorjane an jedem Pfingstfeiertag genau wie damals, in Erinnerung an das glorreiche Ereignis der Männerbefeiung, das bis zur heutigen Zeit in der ursprünglichen Form bewahrt geblieben ist. Der einzige Unterschied liegt darin, dass sich jetzt nur Mädchen und unverheiratete junge Frauen verkleiden und anstelle von Sicheln und Sensen in den Händen Säbel tragen.

Für die Besucher, die sich dazu entschließen, am 12. Juni die reiche Tradition und Schönheit der Volkstrachten dieser Gegend kennenzulernen, bieten die Gastgeber hier auch eintägige Fasanenjagd und Fahrten in Pferdekutschen, vervollständigt durch das üppige Angebot der slawonischen Küche.

Tourismusverband der Region Osijek-Baranja
www.tzosbarzup.hr

Tourismusverband der Stadt Đakovo
www.tz-djakovo.hr