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Alte Festungen am Krka-Fluss
Der Fluss Krka hat seit jeher eine bedeutende Rolle in der Geschichte: vom Altertum, als er den illyrischen Stamm Liburnen von den Dalmaten trennte, über das Mittelalter, als auf diesem Gebiet das Zentrum des ersten kroatischen Staates entstand, über die frühe Neuzeit als Raum, auf dem die Venezianische Republik, die Habsburger Monarchie und das Osmanische Reich hier gekämpft haben.

Auf dem weiteren Gebiet des Krka-Flusses befinden sich viele Reste mittelalterlicher Festungen, die bis zum 12. Jahrhundert von den kroatischen Adelsfamilien Šubić und Nelipić aus der Familie Svačić errichtet wurden. Der Krka-Fluss war für sie eine Grenze. Der Familie Šubić gehörte die rechte Flussseite an. Über ihre Macht spricht zudem die Tatsache, dass Venedig direkt mit ihr Verträge unterzeichnet hat. Den Šubićern gehörten die Orte Bribir, Ostrovica, Čučevo (Trošenj), Rog, Uzdah-kula und Skradin an, wo Ban Pavao Šubić im Jahre 1304 dabei behilflich war, aus der Festung (Castrum) den Status einer Stadt zu erlangen.

Die größte Macht erreichten die Šubićer während der Herrschaft des Banus Pavao, als sich ihr Regiment auf das gesamte Küstengebiet Kroatiens, Dalmatien und Bosnien verbreitete.

Bribir

Der Ort liegt 14 Kilometer nordwestlich von Skradin entfern. Die entdeckten archäologischen Funde auf diesem Gebiet können kontinuierlich nach verfolgt werden, von der frühen Bronzezeit über die Antike, das Mittelalter und die Neuzeit. Während der Herrschaft der Šubić wurde die Kirche Sv. Ivana (des Hl. Johannes) und ein Franziskanerkloster mit der Kirche Sv. Marija (der Hl. Maria) errichtet, wo Ban Šubić mit Familie beigesetzt wurde. Bribir hatte im Mittelalter eine strategische Bedeutung, da es zusammen mit der Festung in Ostrovica die wichtige Verkehrsstrecke Knin-Zadar kontrollierte. Dieser Standort trägt die Kennzeichnung der Nullkategorie im Schutzbereich, und zwar aufgrund der mehreren archäologischen und historischen Schichten.

Ostrovica

Der Ort wird im 12. Jahrhundert erwähnt und die Šubić-Familie herrschte volle zwei Jahrhunderte über ihm, woraufhin er im Jahre 1347 unter die Herschafft des kroatisch-ungarischen Königs fällt, und im 16. Jahrhundert eroberten ihn die Osmanen.

Uzdah - Kula

Eine Festung, die von der Familie Šubić errichtet wurde, um die Strecke zu beaufsichtigen, die Skradin mit dem Hinterland verband, sie war bis 1512 der Wächter der hiesigen Grundbesitze, als die Türken sie eroberten und sie als Kerker nutzten.

Rog

Bekannt auch als Rogovo handelt es sich um eine weitere Festungsstadt, die auf dem Gebiet des Dorfes Rupe stand, gegenüber der altkroatischen Stadt Kamičak und oberhalb von Roški slap. Die Lebensspuren dieses Ortes sind kaum erkennbar, allerdings ist er auf einer Karte von Mateo Pagan aus dem 16. Jahrhundert eingezeichnet, als eine von zwei gegenüberliegenden Festungen flussaufwärts von der kleinen Insel Visovac.

Čučevo (Trošenj)

Ein Ort, der archäologisch gesehen nicht erforscht ist. Es gibt keine sicheren Angaben über seine Errichtungszeit. Heute kann man von der Festung noch gut bewahrte Reste eines runden Turms und einen Teil der hohen Mauern erkennen, außerdem Spuren vereinzelter Wohnobjekte. Er wurde am eigentlichen Rande des Krka-Canyons errichtet. Auf seiner gegenüberliegenden Seite befindet sich die Nelipić-Festung Nečven, mit der sie mit einer Hängebrücke verbunden war, die 1649 niedergerissen wurde. An diesem Standort gibt es auch Funde aus früheren Zeiten (prähistorische Zeiten, Bronze- und Römerzeit).

Skradin (Scardona)

Eine antike Stadt, die am Krka-Fluss entstand und im 7. Jahrhundert von den Kroaten renoviert und errichtet wird, und zwar als neue Siedlung unter der Bezeichnung Skradin. Genauso wie Bribir steht Skradin mit den Bribirer Fürsten (Šubić) in Verbindung. Sie war der Lieblingssitz von Ban Pavao und seiner Familie. Nach der Niederlage im Jahr 1322 verliert sich die politische und wirtschaftliche Macht.
Auf dem linken Krkaufer meldet sich im 13. Jahrhundert eine zweite wichtige Familie, nämlich die Nelipićs (aus der Svačić-Familie), die ihre eigenen Festungen auf dem Gebiet „miljevačka ploča“ (gegenüber von den Šubići9 errichtet, außerdem entlang des rechten Čikola-Ufers. Der Familie Nelipić gehörten Festungen am Krka-Fluss an (Nečven, Bogočin, Kamičak), sowie Ključica und Gradina (Drniš) am rechten Ufer des Flusses Čikola.

Gradina (Drniš)

Gradina entstand am Rande des fruchtbaren Karstfeldes während des Mittelalters und am Fuße der Burg entwickelte sich die mittelalterliche Siedlung, was davon zeugt, dass Drniš auch vor der türkischen Eroberung (im Jahr 1522) als formierte Siedlung bestand. Archäologische Funde datieren auf diesem Gebiet aus der Vorgeschichte, der älteren Eisenzeit, der Antike und des frühen Mittelalters.

Ključica

Oder auch Ključ genannt ist eine Stadt, die auf der steilen und unebenen Klippe des Flusses Čikola entstanden ist. Es handelte sich um eine befestigte Stadt und der Bau der Festung an dieser Stelle war von strategischer und politischer Bedeutung, weil man von dort aus das ganze Gebiet überblicken konnte. Aus archäologischer Sicht nicht genügend erforscht, aber man weiß, dass die Burg von der Familie Nelipić in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts gegründet wurde. Anfang des 16. Jahrhunderts eroberten Türken die Festung, die dann 1648 vertrieben wurden. Seitdem ist die Burg nicht mehr funktionsfähig. Es handelt sich um die schönste und am besten erhaltene Burg von allen hier angeführten.

Kamičak (Ramica)

Befindet sich am Ufer des Flusses Krka auf dem Gebiet von Miljevci (Brištane). Man kann Kamičak nur von der südlichen Seite erreichen und es gibt nur wenig erhaltene Konstruktionsreste. Bekannt ist die Burg, weil dort der letzte kroatische König, Petar Svačić, geboren wurde.

Bogočin (Vilin grad)

Die Festung wurde auf einem abgesonderten Felsen über einem Abgrund gebaut (Bogatići-prominski). Die strategische Bedeutung war die Kontrolle von Carigradska draga und des Übergangs, den man Vilin-most (zu Dt. Feenbrücke) nannte. Zur Burg hin führt nur ein Weg von der nordöstlichen Seite und sie konnte nur über die Hängebrücke betreten werden. Es gibt nur wenige historische Daten über diese Festung. Sie ist auf der Karte von Pagano (16. Jahrhundert) eingezeichnet. In der Nähe befindet sich der alte Friedhof. Am Anfang des Wegs, der zur Festung führt, befindet sich ein Stein mit einem großen Kreuz. Die Lokalität ist archäologisch nicht erforscht.

Nečven

Die Burg befindet sich 5 Kilometer vom Dorf Oklaj entfernt und ihre Geschichte ist sehr komplex. Gebaut wurde sie von der Familie Nelipić und nachdem die Burg einige Herrscher wechselte, wurde sie 1522 von den Türken erobert und blieb bis 1688 in deren Besitz. Nach dem Weggang der Türken wurde die Burg verlassen und zerstört. Der Uskokenanführer Stjepan Sorić riss 1647 die Brücke auf dem Fluss Krka nieder, die Nečven mit dem gegenüberliegenden Ufer verband, wo sich wiederum die Burg Trošenj der Familie Šubić befindet.

Tourismusverband der Region Šibenik-Knin
www.sibenikregion.hr

Stadt Skradin
www.skradin.hr

Stadt Drniš
www.drnis.hr
 
 

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